Schichtarbeit

Finde Deinen Rhythmus

Damit der Takt stimmt

Fabrikarbeiter, LKW-Fahrer oder Reinigungskräfte – viele Menschen haben untypische Arbeitszeiten. Während andere schlafen, halten sie den Laden am Laufen. Das Arbeiten gegen den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus kann Auswirkungen auf die körperliche, aber auch auf die seelische Gesundheit haben. Unsere Resilienz lässt uns das aushalten – und sie lässt sich trainieren.

Vor allem im Schichtsystem ist Leistung dann gefragt, wenn der Körper eigentlich herunterfährt. Umgekehrt gilt es, Ruhe zu finden, wenn andere gerade aufdrehen. Um gesund zu bleiben, ist es wichtig, einen guten körperlichen und mentalen Ausgleich zu haben. Dabei hilft es, Belastungen wahrzunehmen und die eigenen Bedürfnisse gut zu kennen.

Warme Milch

Sei achtsam mit Dir: Nimm Dir bewusst Zeit für Pausen und Ruhezeiten, für Aktivitäten mit Familie und Freunden oder für einen Spaziergang im Grünen. Wenn Du nach der Arbeit nicht richtig abschalten kannst, können Alltagsrituale helfen: eine Tasse warme Milch vorm Schlafen, eine Runde um den Block oder eine Entspannungsübung. Probiere aus, was Dir guttut.

Sei achtsam mit Dir: Nimm Dir bewusst Zeit für Pausen und Ruhezeiten, für Aktivitäten mit Familie und Freunden oder für einen Spaziergang im Grünen.

Gute Erholung zwischen den Schichten

Egal ob Früh-, Spät- oder Nachtschicht, die Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten ist eine Herausforderung. Das Schichtsystem verlangt ständig Anpassungen – auch im Privaten. Gleichzeitig lässt sich dieser Flexibilität auch etwas Positives abgewinnen: frei verfügbare Zeiten am Tag, z. B. für Einkäufe ohne Warteschlange, für Arztbesuche oder Ämtergänge oder für einen Cafébesuch abseits des Trubels.

Tatsächlich trägt eine positive Einstellung zur Schichtarbeit mit dazu bei, die Belastungen körperlich und mental besser zu stemmen. Plane mit dem Schichtplan der nächsten Wochen auch Deine freie Zeit etwas voraus. Was lässt sich an welchen Tagen gut erledigen? Wen kannst Du wann treffen? Wann hast Du Energie für einen Ausflug, eine kleine Radtour oder Joggen im Park?

Wichtig ist, dass der Gedanke an die nächste Schicht nicht den Tag bestimmt. Mit einer guten Planung finden Schlaf und Erholung ebenso Platz wie Erledigungen und Zeit mit Familie und Freunden. Für die körperliche Erholung sind ca. 7 Stunden Schlaf notwendig. Der Schlaf kann dabei auch auf mehrere Phasen verteilt werden, wobei die Hauptschlafphase nicht kürzer als vier Stunden sein sollte.

Entspannt schlafen

Kennst Du das Gefühl, wenn der Schlaf trotz Erschöpfung nicht kommt oder Du immer wieder hochschreckst? Unsere innere Uhr gerät durch die Schichtarbeit aus dem Takt. Die Angst zu verschlafen oder nicht genügend Kraft für die nächste Schicht zu tanken, setzt uns zusätzlich unter Druck. Schlaffördernde Maßnahmen helfen, Ruhe und Entspannung zu finden.

  • Versuche, an Deinen normalen Schlafrhythmus anzuknüpfen, z. B. durch mehrere Schlafphasen. Ein Powernap direkt vor der nächsten Schicht gibt zusätzlich Kraft.
  • Leite die Schlafphase durch feste Rituale ein: eine warme Dusche, eine Tasse heiße Milch oder Tee, entspannende Musik oder ein Buch.
  • Stelle zwei oder drei Wecker in kurzen Abständen, wenn Du Angst hast zu verschlafen. 
  • Entspannungs- und Atemübungen vertreiben unruhige Gedanken und lassen Dich gut einschlafen.

Schränken psychische Belastungen Dich seit mehreren Wochen stark ein? Das kann auf eine Erkrankung hindeuten. Bitte zögere nicht, Dir professionelle Hilfe zu holen. Du bist nicht allein!

Gemeinsam im Rhythmus

Soziale Beziehungen stärken unser seelisches Immunsystem ganz besonders. Der Kontakt zu vertrauten Menschen gibt uns Halt, vermittelt Sicherheit und Selbstvertrauen und stimmt uns zuversichtlich. Das Wissen, sich auf andere verlassen zu können, hilft uns bei Herausforderungen. 

Doch untypische Arbeitszeiten machen es manchmal schwer, nahe Beziehungen zu pflegen. Das Gefühl, den Anschluss zu verlieren, kann die Folge sein. Die gute Nachricht: Schon kleine gemeinsame Unternehmungen und der offene Austausch über Wünsche und Bedürfnisse schweißen zusammen. Auch Aktivitäten im Verein oder mit den Kollegen können helfen, sich eingebunden zu fühlen – vorausgesetzt, sie passen zum eigenen Rhythmus.

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Jobchallenge meets Schutzschild

Der Einstieg ins Berufsleben ist definitiv eine Challenge. Du hast jetzt mehr Eigenverantwortung. Spürst Du öfter Leistungsdruck, Zeitstress und Unsicherheit? Die Erwartungen von außen kannst Du noch durch Deine eigenen Ansprüche toppen? Bevor Du den Kopf und den Mut verlierst, besinn Dich auf Deine Stärken. Neben dem körperlichen hast Du auch ein seelisches Immunsystem, die Resilienz. Damit hast Du schon so manche Herausforderung gemeistert.

Resilienz ist die Fähigkeit, sich in stressigen Zeiten nicht aus der Bahn werfen zu lassen – quasi Dein Schutzschild. Niemand wird damit geboren. Aber im Laufe des Lebens trainieren wir unsere Resilienz, indem wir mal scheitern, mal siegen, Fehler machen, die Konsequenzen tragen und daraus lernen. Dein Schutzschild ist schon ziemlich erprobt. Darauf kannst Du vertrauen.

Selbstverständlich läuft nicht immer alles nach Plan. Wenn Prüfungen anstehen, neue Projekte warten oder wenn Du Fehler gemacht hast, ist Stress völlig normal. Entscheidend ist, dass Du die Herausforderung annimmst und aktiv nach Lösungen suchst. Und wird doch mal alles zu viel: Achte auf Dich! Sich eine Pause zu gönnen und Hilfe anzunehmen, ist auch eine Stärke.

Positives Mindset

An sich zweifeln, sich mit anderen vergleichen, sich über Fehler ärgern – alles sehr menschliche Reaktionen. Dabei sollten wir die Dinge viel öfter von ihrer positiven Seite betrachten. Positives Denken macht nicht nur glücklicher, es wirkt sich auch positiv auf den beruflichen Erfolg aus. Denn Optimisten trauen sich mehr zu und begeistern damit auch Ihre Kollegen und Vorgesetzten.


Du musst natürlich nicht jeden Tag abfeiern. Aber Du kannst Dir bewusst ein anderes Mindset aneignen. Eine bewährte Methode ist das Journaling. Damit kannst Du jeden Tag Gedanken zu Papier bringen und sammelst so Deine Erfolge Schwarz auf Weiß.

Eine gute Work-Life-Balance ist wichtig – sowohl für unsere körperliche als auch für unsere seelische Gesundheit.

Zeit für Dich

Das Arbeitsleben nimmt einen großen Teil des Tages ein. Da bleiben Freunde und Hobbies manchmal auf der Strecke. Eine gute Work-Life-Balance ist aber wichtig – sowohl für unsere körperliche als auch für unsere seelische Gesundheit.

Entspannen

Ein spannendes Buch oder schöne Musik lassen uns den Alltagsstress vergessen und sorgen für neue Perspektiven.

Digital Detox

Für eine Zeit bewusst offline bleiben, rückt das Hier und Jetzt in den Fokus.

Socializen

Ein Plausch mit Kollegen, ein Gespräch mit guten Freunden oder Zeit mit der Familie erzeugen ein Gefühl von Zugehörigkeit.

Bewegen

Schon eine halbe Stunde Radfahren oder zügiges Laufen senkt spürbar den Stresspegel und lässt sich in den Arbeitsweg integrieren.

Ausgewogen essen

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit frischen Lebensmitteln liefert Kraft für den Tag.

Ausreichend schlafen

Sieben bis acht Stunden Schlaf füllen die Energiereserven auf und steigern die Leistungsfähigkeit.

Herausforderungen meistern

Fehler passieren, Termine verschieben sich, neue Herausforderungen entstehen. Manchmal kommt alles anders, auch wenn Du Deine Arbeit noch so gut machst. Es ist normal, sich in solchen Situationen unwohl zu fühlen. Trau Dich trotzdem, Fehler zuzugeben, Aufgaben abzugeben, Dir Unterstützung zu holen oder auch mal Nein zu sagen. Das ist ein Zeichen für Verantwortung und kluges Selbstmanagement.

Stressmanagement und Entspannungstechniken lassen sich trainieren. Deine Betriebskrankenkasse fördert zertifizierte Präventionskurse, die in Deiner Nähe oder auch online stattffinden. Das komplette Kursangebot findest Du hier: zur Kurssuche

Schränken psychische Belastungen Dich seit mehreren Wochen stark ein? Das kann auf eine Erkrankung hindeuten. Bitte zögere nicht, Dir professionelle Hilfe zu holen. Du bist nicht allein!

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Ausgleich schaffen

Unser seelisches Immunsystem, die sogenannte Resilienz, hilft uns, den Alltag zu meistern. Es ist auf einen beständigen Ausgleich zwischen Bewegung und Entspannung angewiesen. Die Abwechslung zwischen Anspannung und Entspannung ist ein Schlüssel zu Wohlbefinden, Motivation und Leistungsfähigkeit.

Bewegung bringt Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung, hilft beim Abbau von Stresshormonen und schüttet Glückshormone aus. Gleichzeitig lenkt sie vom Alltag ab und sorgt für ein befreiendes Gefühl. Pausen und Entspannung sind ebenso wichtig, um Körper und Geist wieder zur Ruhe zu bringen sowie um Energie zu tanken.

Je mehr wir unter Strom stehen, desto mehr große und kleine Pausen sind notwendig. Was am besten für Ausgleich sorgt, hängt von unserem Alltag ab: Wer sich viel bewegt, entspannt danach auf der Couch – Vielsitzer schöpfen neue Energie dagegen eher aus der Bewegung.

Schränken psychische Belastungen Dich seit mehreren Wochen stark ein? Das kann auf eine Erkrankung hindeuten. Bitte zögere nicht, Dir professionelle Hilfe zu holen. Du bist nicht allein!

Bewegung

Der Mensch ist auf Bewegung eingestellt: Unsere 650 Muskeln und 206 Knochen müssen regelmäßig beansprucht werden, damit wir uns wohlfühlen. Das hält körperlich und geistig fit. Krankheiten haben es dann schwer.

Schon eine halbe Stunde zügig spazieren, zum Beispiel auf dem Nachhauseweg, tut spürbar gut. Treppensteigen oder kurze Bewegungspausen zwischendurch bringen den Kreislauf in Schwung und lösen Verspannungen. Ausdauersport wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen macht den Geist frisch, verbessert die Konzentration und hebt die Stimmung.

Aller Anfang ist schwer. Beginne damit, kurze Bewegungseinheiten in Deinen Alltag zu integrieren: mehr Wege zu Fuß, Erledigungen mit dem Rad, ein Spaziergang am Abend. Bewegung hilft Dir, Dich nach der Arbeit nicht mehr so erschöpft zu fühlen und auf andere Gedanken zu kommen.

Schon eine halbe Stunde zügig spazieren, zum Beispiel auf dem Nachhauseweg, tut spürbar gut.

Entspannung

Sich zu erholen, ist kein netter Luxus, sondern ein notwendiger Ausgleich im Alltag, der geis­tiger und körperlicher Erschöpfung vorbeugt. Es lohnt sich also, Pausen zum Ritual zu machen. Sie gehören zu einem gesunden Alltag, beugen Erschöpfung vor und geben Kraft für Neues.

Zum Beispiel schafft ein Mittagessen in der Kantine oder eine Runde an der frischen Luft nicht nur räumlichen Abstand: Du kannst Dich damit in kurzer Zeit auf andere Gedanken bringen und so für neue Ideen sorgen. Einen ähnlichen Effekt haben sogar kleine Pausen zwischendurch – also steh mal kurz auf oder lehne Dich für einen Augenblick zurück.

Bei allen Pflichten sollten Deine Hobbys nicht zu kurz kommen. Am besten planst Du dafür feste Zeiten ein, in denen Du Ablenkung nicht zulässt. Das ist auch hilfreich für die längste Entspannungsphase des Tages – den Schlaf: Davon brauchen wir sieben bis neun Stunden täglich, damit das Gehirn Erlebnisse verarbeiten, neue Verknüpfungen herstellen und sich „warten“ kann.

Übungen für Zwischendurch

Räkeln und strecken

Nach einer Stunde Sitzen braucht Dein Körper eine kurze Bewegungspause. Kurz aufzustehen, um Dich wie nach dem Aufwachen zu strecken und zu dehnen, kann Dir spürbar viel Energie zurückgeben. Sind die Augen müde, kannst Du Dir währenddessen einen Punkt in der Ferne suchen, auf den Du Dich für einige Sekunden konzentrierst.

Autogenes Training

Für ein wenig Entspannung kannst Du Dich bequem hinsetzen, die Augen schließen und gedanklich durch Deinen Körper wandern: „Meine Arme sind entspannt und werden schwer. Meine Schultern sind schwer und hängen locker herunter.“ Anschließend kannst Du durch Hand- und Schulterkreisen wieder Bewegung in den Körper bringen.

Progressive Muskelentspannung

Nacheinander einzelne Muskelgruppen anzuspannen und langsam wieder locker zu lassen, lockert Verspannungen und baut Stress ab. Am besten fängst Du bei den Füßen an, dann kommen die Beine …
Wir fördern die Teilnahme an zertifizierten Bewegungs- und Entspannungskursen, die sowohl online als auch vor Ort stattfinden können. Aus welchem Angebot Du wählen kannst, siehst Du hier: zur Kurssuche.

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